2013 das Jahr der roten Königin beginnt / Oxalsäurebehandlung

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Das neue Jahr ist da und es gehört den roten Königinnen :) Wir wünschen allen Lesern ein glückliches und erfolgreiches 2013.

Was mir bei den Farbcodierungen auffällt ist, dass wir immernoch eine blaue Königin von Spitzenbergs eingewintert haben, die ist jetzt mit 2,5 Jahren wahrhaft ein Methusalem. Da zahlen sich gute Anlagen aus. Schaun wir mal, ob sie auswintert, sonst müssen wir da schnell eine Vereinigung herbeiführen. Viele Imker sind der Meinung, man sollte nur mit einjährigen Königinnen imkern um den Ertrag zu steigern, aber wir können uns nicht überwinden ein gesundes Tier ohne Not abzudrücken.

Pünktlich zum Sylvestertag haben wir unsere Bienen mit Oxalsäure gegen die Varroamilbe behandelt. Hier die Aufzeichungen:

Volk 1:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 33,0 kg
    Kompakter Traubensitz im unteren Brutraum.

Volk 2:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 30,0 kg
    In der oberen Zarge wenig zu sehen, so gut wie keine Totenfall.

Volk 3:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 35,0 kg
    Winterraube oben in der Mitte über gute 6 Gassen.

Volk 4:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 28,0 kg
    Bienen in der unteren Zarge, von oben nicht zu sehen. Wir haben einen ehmalige Drohnenrahmen entfernt, der verhonigt wurde. Leider einen schlechte Idee, das Volk ist ziemlich aufgebraust. Nach 30 Minuten war aber wieder alles in Ordnung.

Volk 5:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 19,5 kg
    Nicht so kompakter Sitz vorne in der Mitte. Weiße Tauablagerungen auf den Randwaben lassen auf fehlende Wärme schließen.

Volk 6:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 21,0 kg
    Volk sieht gut aus. Gute 4 Wabengassen vorne Links besetzt.

Eine Windel haben wir nur bei Volk 3 und 5 gesetzt um einen Einblick in den Befall zu bekommen. Den Erfolg kann man, wie bei allen Varroa Behandlungen erst in ca. 2 Wochen am natürlichen Fall sehen.

Alles Winterfest

Bienenstöcke wiegen

Bienenstöcke wiegen

Die letzten Wochen waren kalt. Wunderschöne Winterlandschaften waren eine Freude für uns und die Nächte unter 0 Grad sollten dafür gesorgt haben, dass unsere Bienen endgültig aus der Brut gegangen sind. Doch wie geht es ihnen sonst?

Heute haben wir wegen des warmen Wetters (immerhin 5 Grad) einen Wintercheck gemacht. Bei Temperaturen über 0 Grad verklammen evtl. aufgebrauste Bienen nicht so schnell und die Verluste lassen sich gering halten. Oft reicht schon ein Blick durch die Folie. Ist die Wintertraube kompakt und groß und stimmt das Gewicht, dann ist meist alles in Ordnung.

Doch wer nicht nachschaut, den quält die Ungewissheit. Sind noch alle Völker da? Stimmt das Gewicht? Muss evtl. eine Notfütterung vorgenommen werden? Ist die Brut wirklich eingestellt worden? Wie ist der Totenfall? All diese Fragen brennen dem Imker unter den Nägeln, aber mehr als zwei mal sollte man die Bienchen im Winterhalbjahr nicht stören, sonst ist der Stress und der Energieverbrauch zu hoch.

Hier eine kurze Bestandsaufnahme unserer Völker und Ableger
Volk 1:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 33,0 kg
    Kompakter Traubensitz im unteren Brutraum.

Volk 2:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 30,0 kg
    In der oberen Zarge wenig zu sehen, so gut wie keine Totenfall.

Volk 3:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 35,0 kg
    Winterraube oben in der Mitte über gute 6 Gassen.

Volk 4:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 28,0 kg
    Bienen in der unteren Zarge, von oben nicht zu sehen. Wir haben einen ehmalige Drohnenrahmen entfernt, der verhonigt wurde. Leider einen schlechte Idee, das Volk ist ziemlich aufgebraust. Nach 30 Minuten war aber wieder alles in Ordnung.

Volk 5:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 19,5 kg
    Nicht so kompakter Sitz vorne in der Mitte. Weiße Tauablagerungen auf den Randwaben lassen auf fehlende Wärme schließen.

Volk 6:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 21,0 kg
    Volk sieht gut aus. Gute 4 Wabengassen vorne Links besetzt.

Wir haben auch gleich noch Mäusegitter gesetzt. Diese verhindern, dass im Winter, wenn bei strengen Minusgraden die Bienen fast unbeweglich sind, Mäuse die dann fast wehrlosen, äußeren Bienen von der Wintertraube abfressen. Dieser Schutz ist wegen der unnatürlich niedrigen Lage der künstlichen Binenbehausungen leider notwendig. Aber wer will schon jedesmal in den Baum klettern :)

Mäusegitter am Bienenstock

Mäusegitter am Bienenstock

Im Gegensatz zu Hornissen und Wespen (Unterschiede werden hier gut erklärt) kann man Bienen beim Überwintern helfen.

Rechtzeitiges Einfüttern, Mäusegitter und Varroabehandlung helfen, starke Völker auszuwintern und die Vitalität und Trachtfreudigkeit im Frühling zu fördern. Strenger Winterfrost kann einem gesunden Bienenvolk nichts anhaben, mangelnde Pflege dagegen sehr wohl. Einmal nachsehen, ob alles in Ordnung ist, erspart oft Enttäuschungen im Frühling.

Wetterinformationen: leicht bewoelkt 6 °C Luftfeuchtigkeit 93% Wind 2km/hr aus 160°

Das Jahr der gelben Königinnen beginnt

Das Mittelwand-Zuschneiden und -Einlöten

Das Mittelwand-Zuschneiden und -Einlöten

Endlich tut sich draussen bei den Bienen wieder etwas. Die Temperaturen sind letzte Woche auf +5 Grad gestiegen, nachdem wir zwei Wochen strengen Frost mit bis zu -15 Grad hatten. Die ersten Reinigungsflüge haben statt gefunden; überall auf den Anflugbrettern und vor den Beuten finden sich die kleinen gelben Klekse.

Höchste Zeit für den Imker, sich auf das kommenden Bienenjahr vorzubereiten, das Jahr der gelben Königinnen :) Ich denke, es wird den royalen Damen hervorragend stehen.

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Wir haben den Völkern ein bisschen auf die Finger geschaut; durch den Flugschlitz mit einer Taschenlampe und unter den Deckel geschaut, ob Kondensflüssigkeit zu sehen ist oder ein warmer Fleck zu spüren ist, ist ein gutes Zeichen für vorhandene Brut. Ausserdem haben wir alle Völker gewogen um sicher zu gehen, dass genügend Futter für einen raschen Völkeraufbau vorhanden ist.

Volk 1:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 42,0 kg

Volk 2:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 33,5 kg

Volk 3:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 35,0 kg

Volk 4:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 35,5 kg
Mittelwände zuschneiden mit Pizzaroller

Mittelwände zuschneiden mit Pizzaroller

Ausserdem haben wir schon Mittelwände eingelötet wie die Weltmeister, damit wir, sobald es mal 15 Grad werden, alte Waben austauschen können und für die anstehenden Erweiterungen gut gerüstet sind. Mein Tipp: Markiert nicht nur die Königinnen sondern auch die Rähmchen. In alle Rähmchen aus diesem Jahr stecke ich an einer Seite eine gelbe Reißzwecke, das zeigt nicht nur wie rum das Rähmchen in die Beute gehört, sondern auch, aus welchem Jahr sie stammt und wann sie auszutauschen ist.

Gute 5kg Mittelwände habe ich verarbeitet und da ich mal wieder kein varroazidfreies Wachs für DN Halbrähmchen bekommen konnte und kein belastetes Wachs in meinen Stöcken haben wollte, musste ich mal wieder Mittelwände zuschneiden. Dazu habe ich diesmal eine neue Technik probiert. Zunächste eine Schablone aus dicker Pappe oder noch besser aus Holz machen und dann an der Kante entlang mit einem Pizzaroller abschneiden. Das geht sehr schnell und einfach und liefert sehr gute Ergebnisse.

Jetzt kann das Jahr kommen, hoffen wir, dass die Kleinen stark auswintern.

Winterarbeiten am Bienenvolk

Bienenstöcke im Winter Im Winter ist nicht allzu viel am Bienenvolk selbst zu tun. Die meisten Arbeiten sind eher vorbereitender Natur. Mittelwände einlöten, Beuten reinigen und Wachsarbeiten können bequem im Warmen erledigt werden.

Am Volk selbst sind einige Kontrollen vorzunehmen. Der Totenfall wird überprüft, damit sich im Beuteninneren durch das Mäusegitter nicht zu viele tote Bienen ansammeln. Ausserdem wird das Gewicht des Volkes geprüft um zu beurteilen, ob noch genügend Vorräte im Volk sind.

Totenfall vor dem winterlichen BienenstockDie wichtigste Arbeit am Bienenvolk ist aber die Oxalsäurebehandlung gegen die Varroamilbe. Im neuen Jahr kann das Volk nicht mehr mit Oxalsäure oder Ameisensäure behandelt werden, bis die Tracht vorrüber ist und der letzte Honig abgeschleudert wurde. Da sich Varroamilben exponentiell vermehren, ist ein niedriger Startbestand besonders wichtig.

Die Oxalsäure wird dabei über die besetzten Wabengassen geträufelt und von den Bienen durch Putzen und Abstreifen innerhalb des Volkes verteilt. Dazu sollte eine niedrige Temperatur, möglichst unter dem Gefrierpunkt herrschen, damit die Bienen möglichst eng in der Wintertraube sitzen. Dann sind sie leichter zu treffen und die Wirkung der Oxalsäure ist größer. Deshalb war die Behandlung dieses Jahr besonders schwierig, da bis Silvester fast durchgängig Temperaturen zwischen 5 und 7 Grad plus geherrscht haben.

Bis zu drei Wochen nach der Behandlung kann dann der Milbenfall durch die Behandlung anhalten. Erst danach kann der normale Totenfall der Milbe überprüft werden. Hier unsere, sehr erfreulichen, vorläufigen Ergebnisse:

Volk 1:

  • Varroatotenfall: weniger als eine Milbe pro Tag

Volk 2:

  • Varroatotenfall: weniger als eine Milbe pro Tag

Volk 3:

  • Varroatotenfall: ca. 1,7 Milben pro Tag

Volk 4:

  • Varroatotenfall: weniger als eine Milbe pro Tag

Bienenbeuten bei FrostMit diesem geringen Befall können wir gut in die neue Saison gehen. Hoffen wir, dass die Völker stark auswintern und bald mit dem Sammeln anfangen können.

Bienenshooting

Letzen Sonntag hatte ich mal ein ganz anderes Vergnügen mit meinen Bienen und sie haben sich von ihrer besten Seite gezeigt :)

Vielen Dank deshalb noch mal an die wunderhübschen Modelle Iwana Kiehne, Malena Kaths und die tolle Visagistin Sophie K. für die tollen Ergebnisse.

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