Das Jahr der gelben Königinnen beginnt

Das Mittelwand-Zuschneiden und -Einlöten

Das Mittelwand-Zuschneiden und -Einlöten

Endlich tut sich draussen bei den Bienen wieder etwas. Die Temperaturen sind letzte Woche auf +5 Grad gestiegen, nachdem wir zwei Wochen strengen Frost mit bis zu -15 Grad hatten. Die ersten Reinigungsflüge haben statt gefunden; überall auf den Anflugbrettern und vor den Beuten finden sich die kleinen gelben Klekse.

Höchste Zeit für den Imker, sich auf das kommenden Bienenjahr vorzubereiten, das Jahr der gelben Königinnen :) Ich denke, es wird den royalen Damen hervorragend stehen.

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Wir haben den Völkern ein bisschen auf die Finger geschaut; durch den Flugschlitz mit einer Taschenlampe und unter den Deckel geschaut, ob Kondensflüssigkeit zu sehen ist oder ein warmer Fleck zu spüren ist, ist ein gutes Zeichen für vorhandene Brut. Ausserdem haben wir alle Völker gewogen um sicher zu gehen, dass genügend Futter für einen raschen Völkeraufbau vorhanden ist.

Volk 1:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 42,0 kg

Volk 2:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 33,5 kg

Volk 3:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 35,0 kg

Volk 4:

  • Gesamtgewicht mit Zarge, Rähmchen, Bienen und Futter: 35,5 kg
Mittelwände zuschneiden mit Pizzaroller

Mittelwände zuschneiden mit Pizzaroller

Ausserdem haben wir schon Mittelwände eingelötet wie die Weltmeister, damit wir, sobald es mal 15 Grad werden, alte Waben austauschen können und für die anstehenden Erweiterungen gut gerüstet sind. Mein Tipp: Markiert nicht nur die Königinnen sondern auch die Rähmchen. In alle Rähmchen aus diesem Jahr stecke ich an einer Seite eine gelbe Reißzwecke, das zeigt nicht nur wie rum das Rähmchen in die Beute gehört, sondern auch, aus welchem Jahr sie stammt und wann sie auszutauschen ist.

Gute 5kg Mittelwände habe ich verarbeitet und da ich mal wieder kein varroazidfreies Wachs für DN Halbrähmchen bekommen konnte und kein belastetes Wachs in meinen Stöcken haben wollte, musste ich mal wieder Mittelwände zuschneiden. Dazu habe ich diesmal eine neue Technik probiert. Zunächste eine Schablone aus dicker Pappe oder noch besser aus Holz machen und dann an der Kante entlang mit einem Pizzaroller abschneiden. Das geht sehr schnell und einfach und liefert sehr gute Ergebnisse.

Jetzt kann das Jahr kommen, hoffen wir, dass die Kleinen stark auswintern.

Winterarbeiten am Bienenvolk

Bienenstöcke im Winter Im Winter ist nicht allzu viel am Bienenvolk selbst zu tun. Die meisten Arbeiten sind eher vorbereitender Natur. Mittelwände einlöten, Beuten reinigen und Wachsarbeiten können bequem im Warmen erledigt werden.

Am Volk selbst sind einige Kontrollen vorzunehmen. Der Totenfall wird überprüft, damit sich im Beuteninneren durch das Mäusegitter nicht zu viele tote Bienen ansammeln. Ausserdem wird das Gewicht des Volkes geprüft um zu beurteilen, ob noch genügend Vorräte im Volk sind.

Totenfall vor dem winterlichen BienenstockDie wichtigste Arbeit am Bienenvolk ist aber die Oxalsäurebehandlung gegen die Varroamilbe. Im neuen Jahr kann das Volk nicht mehr mit Oxalsäure oder Ameisensäure behandelt werden, bis die Tracht vorrüber ist und der letzte Honig abgeschleudert wurde. Da sich Varroamilben exponentiell vermehren, ist ein niedriger Startbestand besonders wichtig.

Die Oxalsäure wird dabei über die besetzten Wabengassen geträufelt und von den Bienen durch Putzen und Abstreifen innerhalb des Volkes verteilt. Dazu sollte eine niedrige Temperatur, möglichst unter dem Gefrierpunkt herrschen, damit die Bienen möglichst eng in der Wintertraube sitzen. Dann sind sie leichter zu treffen und die Wirkung der Oxalsäure ist größer. Deshalb war die Behandlung dieses Jahr besonders schwierig, da bis Silvester fast durchgängig Temperaturen zwischen 5 und 7 Grad plus geherrscht haben.

Bis zu drei Wochen nach der Behandlung kann dann der Milbenfall durch die Behandlung anhalten. Erst danach kann der normale Totenfall der Milbe überprüft werden. Hier unsere, sehr erfreulichen, vorläufigen Ergebnisse:

Volk 1:

  • Varroatotenfall: weniger als eine Milbe pro Tag

Volk 2:

  • Varroatotenfall: weniger als eine Milbe pro Tag

Volk 3:

  • Varroatotenfall: ca. 1,7 Milben pro Tag

Volk 4:

  • Varroatotenfall: weniger als eine Milbe pro Tag

Bienenbeuten bei FrostMit diesem geringen Befall können wir gut in die neue Saison gehen. Hoffen wir, dass die Völker stark auswintern und bald mit dem Sammeln anfangen können.

Bienenshooting

Letzen Sonntag hatte ich mal ein ganz anderes Vergnügen mit meinen Bienen und sie haben sich von ihrer besten Seite gezeigt :)

Vielen Dank deshalb noch mal an die wunderhübschen Modelle Iwana Kiehne, Malena Kaths und die tolle Visagistin Sophie K. für die tollen Ergebnisse.

Einfach auf das erste Bild Klicken für die Galleryansicht.

Varroa, Varroa und kein Ende

Am 23.7.11 haben wir mit Ameisensäure behandelt und hatten damals kaum Totenfall zu verzeichen gehabt. Scheinbar haben wir uns etwas zu sehr in Sicherheit gewogen.

Am 6.9. haben wir unsere Bienen gezählt. Ja das gibt es wirklich. Man teilt die Wabe in 8 Felder ein und schätzt anhand dieser Einteilung, wieviele Felder voll besetzt sind. Jedes voll besetzte Feld bedeutet etwa 110 Bienen. Teilweise haben wir nur die obere Zarge gezählt, wenn das Ergebniss bereits eine Überwinterungsstärke ergeben hatte. Hier unsere Ergebnisse:

Volk 1:

  • Gesamtgewicht: 37 kg (Zunahme 3 kg)
  • Zählung: Obere Zarge ca. 11.000 Bienen

Volk 2:

  • Gesamtgewicht: 33,5 kg (Zunahme 4,5 kg)
  • Zählung: Obere Zarge ca. 5.500 Bienen, Untere Zarge 11.000 Bienen, macht zusammen ca. 16.500 Bienen

Volk 3:

  • Gesamtgewicht: 32,5 kg (Zunahme 3,5 kg)
  • Zählung: Obere Zarge ca. 7.100 Bienen

Volk 4:

  • Gesamtgewicht: 33,5 kg (Zunahme 4,5 kg)
  • Zählung: Obere Zarge ca. 11.100 Bienen

Mit den Ergebnissen waren wir recht zufrieden, fast überall eine Zunahme und starke Völker. Danach haben wir noch für 48h eine Varroa-Windel eingelegt und waren doch erschrocken. Es bewahrheitet sich mal wieder “Starke Völker – Starker Befall”. Bei den Völkern 2-4 fielen zwischen 3 und 9 Varrosen pro 24h, bei Volk1 aber 30 Stück! Das ist eindeutig zu viel.

Varroamilben auf der StockwindelWir haben also umgehend wieder mit Ameisensäure behandelt. Bis alle von dieser Behandlung abgetöteten Varrosen gefallen sind, können bis zu 14 Tage vergehen, da die Ameisensäure ja auch in die verdeckelte Brut hineinwirkt. Bei der Behandlung fielen zwischen 30 und 120 Varrosen.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen, haben wir nach einer Woche am 20.9.11 ein weiteres Mal behandelt. Der Erfolg war erstaunlich, zwischen 100 und 200 Varrosen fielen während der 24h Behandlung. Nun warten wir erstmal 14 Tage ab und schauen wie hoch dann der natürliche Fall ist. Vermutlich werden wir aber ein viertes mal mit Ameisensäure behandeln müssen und die Behandlung mit Oxalsäure im Winter kommt ja auch noch.

Hoffen wir, dass wir das Problem damit im Griff haben.

Angriff der Killer Hornisse (Teil2)

Hornisse
Ihr erinnert euch bestimmt noch an die Hornisse, die vor einiger Zeit im Garten eine Hummel zerlegt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war die gleiche Hornisse, die uns Freitag Nacht besucht hat.

Draußen war ein ziemlicher Sturm und ich vermute, dass dieser die Hornisse vom Heimflug abgetrieben hat. Anders kann ich mir nicht erklären, warum eine Hornisse um 22 Uhr noch in der Gegend rumschwirrt. Da ist längst Schlafenszeit für alle.

Jedenfalls dozte es IN unserem Wohnzimmer ständig mit einem Höllenlärm gegen Lampen und Fenster. Wir hatten zuerst die Katzen in Verdacht, aber es war eine total orientirungslose und recht agressive Hornisse… *schluck*

Unsere kleine Katze hat sich sofort an die Verfolgung gemacht, aber nachdem die Hornisse ihr in die Nase gezwickt hatte, verlor die Katze spontan das Interesse ^^

Wir haben versucht, das Tier lebend mit einem Glas zu fangen. Das gestaltete sich aber schwierig, da sie im Flug gar nicht zu erwischen war und sich zum Verschnaufen gerne Plätze wie hinter der Schrankwand oder in der Heitzung ausgesucht hat. Nachdem wir die Heitzung und einiges andere im Wohnzimmer komplett demontiert hatten, haben wir sie aber doch noch erwischt. Das Ergebniss haben wir fotografisch festgehalten.

Der Körper des Tierchens war gut so groß wie zwei Glieder meines kleinen Fingers. Als Vergleichsmaßstab haben wir ihr einen Cent ins Glas gelegt. Ich hoffe, euch bleibt ähnlicher Besuch im Wohnzimmer erspart, auch wenn es in freier Natur wunderschöne Tiere sind.